Bürgerinitiative
Pro-Landschaftsschutz

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Am südlichen Rand des Odenwaldes, im Wald der Gemeinden Spechbach, Epfenbach und Lobbach, sollen sieben 250 Meter hohe Windräder gebaut werden. Die Bürgerinitiative Pro-Landschaftsschutz hat sich im Frühjahr 2022 gegründet, um diesen Irrsinn zu verhindern. Unsere Gemeinden gehören zum Rhein-Neckar-Kreis (Nähe Heidelberg/Sinsheim). Siehe auch Über uns.

Wälder schützen unser Klima – ihre Zerstörung für Windkraft ist der falsche Weg!
🌳Wälder sind essenzielle Klimaschützer: Sie regulieren Temperatur und Wasserhaushalt und bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Der Bau von Windrädern in unseren Wäldern zerstört wertvolle Naturräume und beeinträchtigt die Artenvielfalt.🌳Windräder belasten unsere Gesundheit – sie verursachen Lärm, verunreinigen Böden und Wasser und vernichten Naherholungsräume. Für den Bau werden viele Rohstoffe benötigt, deren Abbau auch in den Herkunftsländern enorme ökologische und soziale Schäden anrichtet.🌳Der Anteil der Windkraft an der Primärenergie liegt derzeit bei etwa vier Prozent – Trotz hoher Investitionen tragen die aktuell 30.000 deutschen Windräder somit nur marginal zur Energieversorgung bei. Ihre schwankende Stromerzeugung erfordert aufwendige Ausgleichsmaßnahmen und den Betrieb von Reservekraftwerken. Teure Stromimporte aus dem Ausland sichern aktuell unsere Versorgung.🌳Die Energiewende wird mit Milliardensubventionen gefördert, den Preis zahlen Steuerzahler und Stromkunden. Die hohen Energiekosten schaden der Wirtschaft und gefährden Arbeitsplätze.🌳Wir setzen uns für einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Energie ein – ohne Zerstörung unserer Wälder und ohne Abhängigkeit von unzuverlässiger Stromerzeugung. Weitere Aspekte zum Thema finden Sie weiter unten auf dieser Seite und unter Argumente.

FOCUS vom 12.02.2026: Warum wir uns mit Symbolpolitik ein Hochrisikosystem gebaut haben

t-online 10.02.2026: Neues Gesetz von Reiche – Baustopp für Wind und Solar – bis zu zehn Jahre lang

November 2025: Rodungsflächen am Dreimärker explodieren. Wo bleibt der Aufschrei? Der Bauantrag von ABO Energy zeigt das wahre Ausmaß der Planungen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Nov 2025/ Jan 2026 – Der hiesige Investor, ABO Energy, steht kurz vor der Zahlungsunfähigkeit: Windkraftaktie: Was ist bei Abo Energy los? +++ ABO Energy Aktie: Anleger bündeln sich +++ ABO Energy: Aktie crasht wieder 25% – hier wird es zappenduster -> Angesichts längst erkennbarer und vermeidbarer Betreiber- und Haftungsrisiken erwarten wir, dass unsere Gemeinden ihrer Verantwortung nachkommen und handeln. Treten sie von diesem Vertrag zurück!

Bundesnetzagentur – Systemstabilitätsbericht 2025: Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben einen Systemstabilitätsbericht Stromnetz vorgelegt. Das Fazit ist klar: Die Netzstabilität ist gefährdet; die Fortschreibung des Status Quo führt zu Problemen und es besteht dringender Handlungsbedarf! Es stellt sich die Frage nach einem Ausbaumoratorium für Windkraft und Photovoltaik bis die Stromnetze entsprechend ertüchtigt sind. Dazu auch: Süddeutsche Zeitung: Eon-Chef Birnbaum zum Ökostrom-Ausbau: „Das ist absoluter Irrsinn“

  • Zwischen Waldwimmersbach und Reichartshausen
  • Nördlich von Waldwimmersbach/Reichartshausen auf der Gemarkung von Schönbrunn
  • Südlich von Epfenbach auf der Gemarkung Helmstadt und Waibstadt
  • Wiesenbach/Langenzell (5 Windräder in Planung, RNZ)
  • Eschelbronn (4 Windräder in Planung)
  • Helmstadt (9 Windräder in Planung, RNZ)
Vorranggebiete, gemeldete Vorranggebiete und konkrete Planungen in unmittelbarer Nähe. Schematische Darstellung.

Eine Ausweisung als Vorranggebiet bedeutet nicht direkt, dass dort tatsächlich Windräder gebaut werden. Ein Projektierer muß dazu noch Interesse an einem Bau bekunden. Aber ein Vorranggebiet ebnet den Weg für den Bau und die aktuelle Subventionspolitik läßt hier sowohl bei den Gemeinden, als auch den Projektierern Goldgräberstimmung aufkommen. Wenn man davon ausgeht, dass pro Vorranggebiet fünf bis zehn Windräder geplant werden, umzingeln uns in naher Zukunft 35 bis 70 Windräder in nächster Nähe. Mit einer sog. „Nachverdichtung“ muß noch dazu gerechnet werden, also dem Bau zusätzlicher Anlagen.So wie zum Beispiel geplant in Hainstadt (Buchen) im Odenwald. Bilder von der Zerstörung dort finden Sie hier.

Windindustrie-Baustelle in Hainstadt (Buchen) im Odenwald. Weitere Bilder hier.

Feb 2024: Wissenschaftler weisen Fehler im Windatlas Baden-Württemberg nach. Alle Infos hier

„Windräder im Wald sind Irrsinn im Quadrat!“
Peter Wohlleben

Trailer zum Kinofilm End of Landschaft – Der traurige Blick hinter die Hochglanzbilder der Windkraftinvestoren.
Verzweifelte Menschen, zerstörte Natur, ökonomischer Unsinn und kein Gewinn fürs Klima.

Ebenfalls auf dieser Website: Argumente (zusätzlich zu Stellungnahmen und Links hier weiter unten) +++ Ökosystem Wald +++ Presse +++ Bilder aus unserem Wald

Stellungnahme des Umwelt- und Prognose-Instituts e.V. Heidelberg „Windkraftwerke im Wald – Bewertung und Alternativen“ von März 2023 mit dem Fazit „Windenergiepolitik in BW ökologisch nicht zielführend“ +++ NEU: Ergänzung dazu von Dezember 2024 +++

„Die Erde hat Musik für jene, die lauschen.“
William Shakespeare


Wald, Natur & Landschaft

Die Zerstörung von Wald für Windindustrie lehnen wir ab. Wälder sind weit mehr als Standorte für eine bestimmte Zahl von Bäumen: Sie speichern Kohlenstoff und Wasser, kühlen ihre Umgebung, schützen den Boden und bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Gerade in Zeiten zunehmender Hitze und Trockenheit sind geschlossene und widerstandsfähige Waldgebiete besonders wertvoll.

Der Bau von Windkraftanlagen im Wald bedeutet erhebliche und teilweise dauerhafte Eingriffe. Für Anlagenstandorte, Fundamente, Kranstellflächen, Montageflächen und breite Zufahrtswege müssen Flächen gerodet und Böden befestigt oder verdichtet werden. Dabei geht nicht nur unmittelbar Waldfläche verloren: Durch die Öffnung geschlossener Bestände entstehen neue Waldränder, mehr Sonne und Wind dringen in den Wald ein und das bisherige Waldinnenklima verändert sich.

Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Tierwelt und ihre Lebensräume. Windkraftanlagen stellen insbesondere für Vögel und Fledermäuse ein Kollisionsrisiko dar. Rodungen, Wege und Betriebsflächen zerschneiden Lebensräume und können wichtige Wander- und Wildtierkorridore beeinträchtigen.

Die Umweltbelastung endet nicht am Standort des Windrades. Für Herstellung und Bau werden große Mengen an Rohstoffen benötigt. Die Gewinnung und Verarbeitung von Kupfer, Tropenholz und anderen Rohstoffen ist mit erheblichen Eingriffen in Landschaften und Ökosysteme sowie weiteren Umweltbelastungen in den Herkunftsländern verbunden. Ein Teil des ökologischen Fußabdrucks unserer Energiewende entsteht damit außerhalb Deutschlands – weit entfernt von den Anlagen, die hier als saubere Energieerzeugung verkauft werden.

Auch das Landschaftsbild verändert sich durch heute weit über 200 Meter hohe Industrieanlagen grundlegend und über große Entfernungen sichtbar. Für uns sind Wälder und gewachsene Kulturlandschaften deshalb keine beliebig verfügbaren Industrieflächen. Sie zu erhalten bedeutet Natur-, Klima- und Landschaftsschutz für kommende Generationen.

Gesundheit

Windkraftanlagen wirken sich auf ihre Umgebung nicht nur optisch aus. Sie verursachen hörbaren Schall, tieffrequenten Schall und Infraschall. Dass dauerhafte Lärmbelastung Gesundheit und Wohlbefinden beeinträchtigen kann, ist bekannt.

Infraschall entsteht auch durch viele andere natürliche und technische Quellen. Windkraftanlagen erzeugen jedoch periodisch gepulsten Schall durch die Rotation der Rotorblätter. Menschen berichten über gesundheitliche Beschwerden, die sie mit Windkraftanlagen und deren Infraschall in Verbindung bringen. Gleichzeitig fehlen bis heute belastbare Langzeituntersuchungen zu einer jahrelangen Belastung im Wohnumfeld. Das Umweltbundesamt hält eine solche epidemiologische Langzeitstudie ausdrücklich für erforderlich und entwickelt dafür ein Studiendesign (Umweltbundesamt). Solange mögliche Langzeitwirkungen nicht ausreichend untersucht sind, halten wir es für falsch, diese Anlagen zu bauen.

Weitere Fragen betreffen Boden und Wasser. Rotorblätter bestehen aus komplexen Glas- und Carbonfaserverbundstoffen, Kunstharzen und weiteren Stoffen; hinzu kommen Betriebsstoffe der Anlagen. Abrieb, Schäden und Brände können Stoffe in die Umwelt freisetzen. Gerade bei Standorten im Wald und in Bereichen mit Bedeutung für das Grundwasser muss deshalb betrachtet werden, welche Stoffe in Boden und Wasser gelangen können und wie mit ihnen im Schadensfall umgegangen wird. Bei PFAS etwa weist das Umweltbundesamt grundsätzlich darauf hin, dass diese Stoffe sehr langlebig sind, sich aus Böden ins Grundwasser verlagern können und belastete Böden und Grundwasser nur sehr aufwendig zu sanieren sind (Umweltbundesamt).

Hinzu kommen konkrete Betriebsrisiken wie Ölhavarien, Eiswurf, herabstürzende Teile und Brände. Bei Anlagen mit Höhen von weit über 200 Metern stellen insbesondere Brände besondere Anforderungen an die Gefahrenabwehr.

Für uns gilt deshalb: Gesundheitliche Risiken sowie mögliche Belastungen von Boden und Wasser müssen vor dem Bau ausreichend untersucht werden – nicht erst dann, wenn die Anlagen bereits stehen.

Technik & Wirtschaft

Wind- und Solarenergie sind wetterabhängig. Ihre Stromproduktion schwankt stark und stimmt nicht automatisch mit dem tatsächlichen Strombedarf überein. Deshalb reicht es nicht, immer mehr Erzeugungsanlagen zu bauen: Auch Stromnetze, Speicher, Reservekraftwerke und andere gesicherte Leistung müssen ausgebaut und finanziert werden, damit jederzeit ausreichend Strom zur Verfügung steht.

Dieser Umbau ist mit erheblichen Kosten verbunden. Allein die deutschen Stromnetze verursachen inzwischen Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe pro Jahr. Eine 2025 im Auftrag der Deutschen Industrie- und Handelskammer erstellte Studie beziffert die Kosten des gesamten Energiesystems auf dem derzeit eingeschlagenen Weg bis 2049 auf 4,8 bis 5,4 Billionen Euro.

Gleichzeitig gehören die Energiekosten für Unternehmen und Haushalte in Deutschland zu den höchsten im internationalen Vergleich. Besonders für energieintensive Betriebe wird dies zunehmend zum Standortproblem. Die DIHK warnt deshalb vor Wettbewerbsnachteilen, Produktionsverlagerungen und einer fortschreitenden Deindustrialisierung.

Für uns ist deshalb entscheidend, nicht einzelne Windräder isoliert zu betrachten, sondern das gesamte Energiesystem: Versorgungssicherheit, Netzausbau, notwendige Reservekapazitäten, Kosten und wirtschaftliche Folgen gehören ebenso in die Bewertung wie die erzeugte Strommenge.

Eine sichere und bezahlbare Energieversorgung braucht mehr als den weiteren Ausbau wetterabhängiger Stromerzeugung.

Weitere Informationen finden Sie unter Argumente.


Bundesinitiative Vernunftkraft – Kompendium für eine vernünftige Energiepolitik Jenseits ideologischer Fixierung finden Sie im Vernunftkraft-Kompendium einen umfassenden Überblick über die aktuelle Energiepolitik und die Probleme der Energiewende.

Verein für Landschaftspflege, Artenschutz & Biodiversität e.V. (VLAB) Unsere Bürgerinitiative ist Mitglied im VLAB. Auch Sie können Mitglied werden und seine wertvolle Arbeit unterstützen.

Naturschutz-Initiative Verein zum Schutz von Landschaften, Wäldern, Wildtieren und Lebensräumen. Der Verein ist sehr engagiert beim Thema Artenschutz und Windkraft.

Bürgerinitiative Windkraftfreies Grobbachtal – Baden-Baden Diese Bürgerinitiative verhinderte erfolgreich den Bau von Windrädern im Schwarzwald.